Montag, 4. Juni 2012

Wollkardiererei

 Auf dieser alten Wollkardiermaschine wird Rohwolle wie früher industriell kardiert. Die mit Soda vom Fett weitgehend befreite Wolle wird ausgebreitet und so über breite benadelte Walzen gezogen, dass sie am Ende als ein luftiges, dünnes Vlies herauskommt, das dann von Hand zu einem Kardenband auf ein Knäuel gewickelt werden muss.
 Viele Bestandteile der Wolle wie Schmutz, Grannenhaare und Strohfitzelchen werden dabei ausgekämmt:
 Dabei sind auch die Sicherheitsvorkehrungen und der Lärmschutz museumsreif.
 Ich finde den Antrieb über eine Kette (die aussieht wie eine größere Fahrradkette) genial.
 Der Nachteil dieser Art des Kardierens ist, dass die Besitzerin der Kardieranlage wegen der Verschmutzungsgefahr ihres guten Stücks darauf besteht, die Wolle in warmen Sodawasser so lange zu waschen, bis sie vollkommen fettfrei wird. Dies ist sehr mühsam und arbeitsaufwändig und ich mag Schafwolle mit einem Restanteil an Lanolin eigentlich lieber verspinnen und stricken.


Kommentare:

  1. So eine große Kardiermaschine wäre schon toll gell? :D Ich muss kräftig kurbeln. Diesmal jedoch hab ich mir was gegönnt; ich habe meine Alpakarohwolle verschickt umd dann fertiges Kardenband zu bekommen. Ich wäre im jetzigen Leben damit nicht fertig geworden, warten doch schon die nächsten 13 Tiere auf mich *lach*.

    Hast du dir die Wolle dort kardieren lassen? Schön sieht sie aus.

    Liebe Grüße
    Brigitte

    AntwortenLöschen
  2. Bei der Walzenlänge schafft das bestimmt und ergibt große Vliese.
    LG Sheepy

    AntwortenLöschen
  3. Die Kardiermaschine sieht wirklich riesig aus, aber Spaß machen würde es mir durchaus auch mal an so einer Maschine zu arbeiten.
    Liebe Grüße
    Toby

    AntwortenLöschen