Sonntag, 12. Juni 2011

In Sachen Signora Brunetti


Für das Thema "Lies ein Buch, in dessen Titel ein Eigenname vorkommt"
habe ich "In Sachen Signora Brunetti" von Donna Leon noch einmal gelesen.
Als Krimileserin habe ich fast alle Donna Leon Bücher verschlungen, die als Taschenbuch erschienen sind.

"Signora Brunetti" ist der achte von neunzehn Brunettikrimis, die in Venedig spielen und einen nicht nur wegen der spannenden Fälle fesseln, sondern auch den Zauber von Venedig einfangen. Vor meinem Venedigurlaub hatte ich viele Donna Leon Krimis gelesen und dann im Urlaub das Gefühl, vieles zu kennen. Fast möchte man dem Polizeiboot zuwinken, weil man glaubt, da sei Comissario Brunetti unterwegs zu einem neuen Fall...

Ein Telefonanruf im morgendlichen Nebel von Venedig wegen eines Vandalismus- Tatorts lässt Brunetti seine eigene Frau am Ort des Verbrechens finden. Die sonst so gebildete, emanzipierte und stets verständnisvolle Partnerin des Comissario erscheint in ganz neuem Licht.
Das impulsive Handeln Paola Brunettis wirft nicht nur ihren Mann aus der Bahn.
Die Beziehung der beiden wird auf eine Probe gestellt und um nicht zu viel von der Handlung zu verraten, hier noch eine "Bettszene" der beiden Brunettis, die die Stimmung in dem Roman gut spiegelt:
"Er roch zuerst und fühlte dann ihr Haar auf seinem Gesicht, diese Mischung aus Seife und Gesundheit, die sich ihm in Jahrzehnten eingeprägt hatte. Er nahm den Arm von den Augen, ohne sie zu öffnen. Während er ihn um ihre Schultern legte, zog er den anderen Arm unter dem Kopf hervor und verschränkte die Hände auf ihrem Rücken.
Nach einer Weile schliefen beide ein, und als sie wieder aufwachten, hatte sich nichts geändert."

Ein toller Donna Leon- Krimi, der allen gefallen wird, die schon einige gelesen haben. Mehr Buchbesprechungen gibt es bei die lesende Minderheit.

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